Wir hatten drei Wochen in Folge jeweils eine Segelyacht auf Rügen gechartert, bei einer Segelschule. Da ich immer eine andere Crew hatte, hatte ich auch jede Woche eine andere Yacht, was in sich nicht schlimm ist. Jedoch kam es bei der Rückgabe zu einer anders gelagerten Mängelauflistung durch die Segelschule.
Bei der ersten Rückgabe wurden schon auf einige Entfernung Kratzer im Rumpf festgestellt, die auf diese Entfernung nicht erkennbar wären wenn sie nicht vorher schon bekannt waren. Wir suchten mehrere Gespräche mit dem Mitarbeiter der Segelschule, jedoch führte das zu keinem Erfolg. Auch der Inhaber blockte jedes Gespräch dahin gehend ab,das man zu einer gemeinsamen Lösung finden könnte.Unser Bekannter, der die Yacht gesegelt ist, bat mehrfach darum sich den angeblichen Schaden mit uns ansehen zu können, man verbat uns aber nochmal in die Nähe der Yacht zu gehen. Wir waren sehr erstaunt über dieses Verhalten, haben aber dennoch weiter nichts unternommen und uns die nicht unerhebliche Summe von knapp 200,-€ von der Kaution abziehen lassen. ebenso bemängelt wurde hier noch, dass eine Feder vom Kartentisch bei dieser Tour kaputt gegangen sei. Bei der nächsten Tour wurde die Yacht bei der Übergabe wieder nicht so genau durch gesehen, dafür aber bei der Rücknahme umso genauer. Auch hier kam letztendlich ein Betrag von knapp 100,-€ zustande, der dann gleich von der Kaution einbehalten wurde. Hier haben wir schon erheblich mehr diskutiert was bei dem Inhaber der Segelschule keinerlei Motivation hervorrief dies in gegenseitigen Einvernehmen zu klären.
Bei der letzten Rücknahme der Yacht kam es aber zum Eklat: das Focksegel war an einer Stelle eingerissen, was dadurch zustande kam, dass ein Splint am Wantenspanner nicht ordnungsgemäß umgebogen war und auch nicht getapet war, so das dass Segel unweigerlich daran scheueren musste und es so zu dem Riss kam. Hier sollte ein Betrag für das Nähen von 20,-€ in Rechnung gestellt werden. Die gesamte Crew lehnte sich dagegen auf und es kam zu einem nicht sehr erfreulichen Gespräch. Es wurde uns vom Inhaber der Segelschule gesagt, der Betrag würde abgezogen und wir könnten ihn ja verklagen wenn wir wollen.
Bei der Rücknahme im Büro bekamen wir mit, das es wohl bei so ziemlich jeder Yacht Mängel gab die sich immer in dem Bereich von 50 - 200,-€ drehten, meist waren wohl Scheuerleisten betroffen.
Wir wollen hier nur einmal einen Erfahrungsbericht abgeben, was einem so passieren kann, wenn man eine Segelyacht chartert. Wir selber sind über dieses Verhalten sehr empört und werden sicherlich in der Zukunft nicht mehr dort chartern. |